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Wissenswertes:

Dysmenorrhoe – wenn die Menstruation Probleme macht

 

Fast jede Frau kennt das: Regelschmerzen. Es zieht und schmerzt im Unterleib, die allmonatliche Periode ist da und für viele Frauen ist es jedes Mal eine Qual. Auch Durchfall, Übelkeit, Verstopfung und Stimmungsschwankungen können zusätzlich auftreten. So verbreitet Menstruationsbeschwerden sein mögen, sie sollten auf jeden Fall ernst genommen werden. Die krampf- und kolikartigen Schmerzen können sogar so extrem werden, dass sie dem Schmerz eines Herzinfarktes gleichen, wie eine Studie feststellte.

 

Man unterscheidet die primäre und die sekundäre Dysmenorrhoe. Die primäre Form trifft vor allem junge Frauen, die ihre Periode gerade erst bekommen haben. Der Körper muss sich erst auf das noch junge Frausein einstellen.

Die sekundäre Form tritt bei älteren Frauen auf und steht manchmal im Zusammenhang mit Entzündungen an Eierstöcken, Eileitern, Endometriose, Myomen oder weist auf entzündliche Darmerkrankungen hin, denn die Gebärmutter steht auch in einem engen funktionalen Zusammenhang mit dem Darm. Sie kann aber auch völlig unabhängig von organischen Leiden aufgrund von hormonellen Schwankungen auftreten.

 

Weibliche Anatomie

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein etwa faustgroßes, birnenförmiges Hohlorgan.

Sie ist auf der Oberseite, Fundus genannt, etwas breiter und geht links und rechts in die Eileiter (Tuben) über. Nach unten verjüngt sie sich zum Gebärmuterhals (Cervix uteri) und endet schließlich im Muttermund, welcher die Pforte zur Vagina darstellt.

Die Gebärmutter ist wie von einem bindegewebigen Tuch (Parametrium) umhüllt, als hätte man ein Bettlaken über sie geworfen.

Zur Seite hin und nach hinten ist das Parametrium verdickt und geht in die Mutterbänder über. Die unter den Eileitern liegenden Eierstöcke sind ebenfalls durch das Mutterband sowie durch das Eierstockband befestigt. Weiter gibt es Bänder von der Schambeinfuge und vom Kreuzbein, welche die Gebärmutter in ihrer Position halten: Das Schambein-Harnblasen-Band, das Harnblase-Gebärmutterband, das Kreuzbein-Gebärmutter-Band und das Mastdarm-Gebärmutter-Band. Hier zeigt sich schon, dass die Gebärmutter in enger Beziehung mit weiteren Beckenorganen und mit dem knöchernen Becken steht.

Entscheidend für die Menstruation ist der Aufbau der Gebärmutterwand. Sie besteht aus drei Schichten. Die äußere Schicht heißt Perimetrium, ein glatter Überzug, der die reibungsfreie Beweglichkeit erlaubt. Die mittlere Schicht besteht aus glatter Muskulatur, dem Myometrium. Innen liegt eine gut durchblutete Schleimhaut, das Endometrium, das sich im Verlauf des weiblichen Zyklus unter dem Einfluss verschiedener Hormone allmählich aufbaut, um dann während der Periode abgestoßen zu werden.

 

Wie kann die Osteopathie helfen?

Zunächst sollten bei Menstruationsbeschwerden ernste organische Erkrankungen ausgeschlossen werden. Zur Diagnostik gehören natürlich die Sonografie und die übliche Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Auch ein Hormonstatus kann manchmal aufschlussreich sein.

Die weiblichen Beckenorgane sind in ein komplexes Fasziensystem eingebettet. Hier kann der osteopathische Behandler auf sehr sanfte Weise Spannungsdysbalancen aufspüren und ausgleichen. Oft stehen Schmerzen im Zusammenhang mit einer ungünstigen Position der Gebärmutter im Becken, die maßgeblich durch verschiedene Bänder beeinflusst wird. Auch eine optimale Durchblutung ist überaus wichtig für die reibungslose Funktion der Periode. Eine osteopathische Behandlung kann hier Erleichterung bringen und die Schmerzen lindern.

 

Die Menstruation wird natürlich auch von vielen allgemeinen Faktoren, wie Stress, Ernährung, Darmfunktion, Bewegungspensum und Nährstoffversorgung beeinflusst.

Ihr osteopathischer Therapeut kann Sie hier umfassend beraten, was Sie selbst für eine stressfreie und reibungslose Menstruation tun können und Ihnen entspannende Behandlungstechniken anbieten.

 

Quelle: hpO