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Wissenswertes:

Chronische Erkrankungen in der osteopathischen Praxis     

“Pandemie” – ein Wort, das uns nun schon seit einigen Wochen begleitet. Eine Infektionskrankheit verbreitet sich schnell und weltweit. Unser Leben hat sich seit März stark geändert. Wir halten voneinander Abstand, waschen uns öfter die Hände, singen dabei Happy Birthday, tragen Mund-Nasen-Schutz und sind verunsichert. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sind zwar mittlerweile gelockert. Dennoch bestimmt Corona weiterhin unser Leben.

Auch für Andrew Taylor Still (1828 – 1917), den Begründer der Osteopathie, wurde eine Infektionskrankheit zu einem einschneidenden Erlebnis. Denn er verlor zwei Kinder an Meningitis (Hirnhautentzündung). Zu seinen Lebzeiten war man zumeist machtlos gegen Infektionskrankheiten. Es gab keine Antibiotika, keine Impfungen und nur unzureichende Kenntnisse über Bakterien und Viren. Deshalb wollte Still die damalige Medizin voranbringen, eine Alternative zu bestehenden Methoden schaffen und entwickelte so über viele Jahre die Osteopathie.

Heute können wir uns das Leben von damals nur schwer vorstellen. Hygiene, medizinische Innovationen, Impfungen und Antibiotika sorgen dafür, dass Infektionskrankheiten hierzulande weitgehend beherrschbar sind.           

                       

Krankheitsgeschehen früher und heute

Das Krankheitsgeschehen ist heute ein anderes als vor gut 100 Jahren. Fachleute sprechen von einer epidemiologischen Transition, der Verschiebung von Krankheitsgeschehen in einer Bevölkerung. Schwerwiegende Infektionskrankheiten sind in Deutschland seltener, chronische Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Krebs, Diabetes mellitus, psychische Krankheiten und Beschwerden im muskuloskelettalen System sind dagegen häufiger geworden.

Chronische Erkrankungen stellen besondere Herausforderungen an Patienten und Therapeuten. Sie betreffen vielleicht zunächst „nur” den Körper, beeinflussen aber über kurz oder lang auch die Psyche, Identität, Biografie und unser Umfeld. Sie zu managen, ist für Betroffene anspruchsvoll. Ständig gibt der Körper Signale, dass etwas nicht stimmt. Dies muss bewältigt werden. Der Körper funktioniert nicht mehr einfach so, ohne jegliches Zutun. Er muss besonders beobachtet, behandelt und gepflegt werden. Die meisten Betroffenen haben im Verlauf ihrer chronischen Erkrankung Krisen, die bewältigt werden müssen, damit wieder stabile Phasen mit mehr Lebensqualität folgen können.

Auch in osteopathischen Praxen finden täglich viele Patienten mit chronischen Erkrankungen Hilfe. Mit der osteopathischen Sichtweise, der Zeit, die sich Therapeuten für die Behandlung nehmen und der besonderen Möglichkeit, in Interaktion mit dem Menschen und seinem Körper zu treten, leisten osteopathische Behandler täglich einen großen Beitrag bei der Bewältigung von chronischen Krankheiten. Lassen sie uns die osteopathische Herangehensweise im Folgenden genauer betrachten.

 

Osteopathische Sichtweise und Behandlungsmöglichkeiten

In der Osteopathie steht nicht die einzelne Erkrankung und deren Bekämpfung im Mittelpunkt. Vielmehr ist es der gesamte Mensch mit seiner Geschichte und seiner Gesundheit. Von der Gesundheit lassen wir uns leiten, um wieder mehr Bewegungsfreiheit herzustellen, unseren Patienten einen größeren Handlungsspielraum in ihrem Alltag zu ermöglichen und gemeinsam gesunde Ziele verfolgen zu können. Durch die osteopathische Behandlung lässt sich zum Beispiel bei chronischen Atemwegserkrankungen die Beweglichkeit von Brustkorb und Lunge fördern. Die Atmung wird so erleichtert und Patienten berichten von mehr “Puste” im Alltag. So ermöglichen wir Ihnen vielleicht wieder an einem Familienausflug teilzunehmen, Treppen im Haus leichter zu steigen, mit den Enkelkindern zu spielen.

Nach (Tumor-)Operationen ist häufig das Narbengewebe ein Problem. Narben können zu Verklebungen im Gewebe und Bewegungseinschränkungen führen und damit letztendlich Schmerzen verursachen. Wird das Narbengewebe gelöst, kann der Körper wieder leichter bewegt werden. Das schafft Lebensqualität und eine viel größere Selbstverständlichkeit bei Bewegungen im Alltag.

Chronische Schmerzen, beispielsweise im Bewegungsapparat, lassen sich durch das Mobilisieren und Harmonisieren aller Anteile des Nervensystems verbessern. Patienten berichten, dass sie in den Tagen nach der osteopathischen Behandlung wieder ganz „der oder die Alte” sind. Während ständige Schmerzen zermürben und aufs Gemüt schlagen, bewirkt die Behandlung des Nervensystems das Gegenteil: Sie gleicht Körper und Geist aus und fördert Flexibilität und eine gesunde Widerstandskraft.

 

Die Behandlung chronisch erkrankter Menschen braucht Zeit

Anders als bei akuten Geschehen, finden sich chronisch kranke Patienten meist regelmäßig in der osteopathischen Praxis ein. Behandler und Patient können sich so gut kennenlernen und eine positive, stabile Beziehung zueinander aufbauen.

Auch während jeder einzelnen osteopathischen Sitzung ist Zeit ein entscheidender Faktor. Behandlungen dauern meist 45 Minuten und länger. So können Behandler und Patient immer wieder gemeinsam sehen, welche Probleme und Ziele gerade im Vordergrund stehen und die Therapie entsprechend darauf ausrichten. Auskunft erteilt dabei vor allem der Körper. Er darf den Weg weisen, sich ausdrücken und entfalten. Mit seinen geschulten Händen kann ein osteopathischer Therapeut direkt in Interaktion mit dem Körper treten, sich in den Körper „einfühlen”, dem Gewebe „zuhören” und den Bedürfnissen des Gewebes folgen.

Während der Therapie wird Ihnen Ihr osteopathischer Behandler natürlich erklären, was er tut und auch Ihnen zuhören. Sie dürfen sich als Patient aber auch völlig entspannen, Ihrem Körper vertrauen und ihn für sich sprechen lassen. Gerade bei chronischen Erkrankungen, die das Vertrauen in den eigenen Körper mindern, ist diese Erfahrung oft sehr wohltuend.

 

Quelle: hpO

 

 

Zeitungsartikel & Interviews:

Marbacher Zeitung vom 23.11.2019



Ludwigsburger Wochenblatt vom 10.10.2019



Zeitschrift proFit der BKK-VBU 2/2019



Leben und Wohnen in Pleidelsheim 2016