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Wissenswertes:

Das Auge – ein osteopathischer Blick auf dieses wichtige Sinnesorgan    

 

Haben Sie mal die Augen geschlossen und versucht, dabei auf einer Linie zu gehen? Wahrscheinlich haben Sie instinktiv den Nacken hochgezogen, um sich zu stabilisieren. Oder war’s schon mal stressig und Sie haben sich gewundert, warum das Bild plötzlich unscharf oder die Augen ganz trocken wurden?

Und können Sie sich vorstellen, dass ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule seinen Ursprung in einer Sehstörung hat?

Was zunächst abstrakt klingt, wollen wir in diesem Beitrag zum Thema Augen sowie Auswirkungen von Augenstörungen osteopathisch durchleuchten.

 

Eingebettet in die knöcherne Augenhöhle liegt jeder unserer zwei Augäpfel geschützt von sieben Knochen und ist dennoch beweglich eingebunden in ein Netz von zwei schrägen sowie vier geraden Muskeln. Diese ermöglichen acht Augenbewegungsrichtungen. Und wenn Sie mögen, probieren Sie alle acht Richtungen gleich mal aus: Links und Rechts. Oben und unten. Rechts oben, rechts unten, links oben und links unten.

Hat es funktioniert? Diese Augenmuskeln sind über Reflexbögen mit der oberen Kopfgelenksregion also dem Hinterhauptsbein sowie dem ersten und zweiten Halswirbel verbunden. Im Augeninneren liegen Muskeln, welche ein Eng- und Weitstellen der Pupille ermöglichen. Dies reguliert den Lichteinfall auf unsere Netzhaut. Die erfassten Bild- und Lichtreize werden über den Sehnerv an das zentrale Sehzentrum ins Gehirn weitergeleitet, ein Bild entsteht.

Auch kommunikativ haben unsere Augen eine entscheidende Bedeutung. Sie lassen uns in Kontakt mit anderen kommen, über Gesichtsmuskeln entwickeln wir ein Lächeln oder auch mal einen zornigen Blick. Solange alles funktioniert, bemerken wir kaum die Komplexität unseres Sehapparates. Jede der oben kurz angesprochenen Strukturen, also die knöchernen Anteile der Augenhöhle, versorgende Nerven oder Muskeln können verursachend für funktionelle Störungen sein. Das folgende Beispiel zeigt eine Ursache-Folge-Kette auf, die so oder so ähnlich häufig in unseren Praxen vorkommt.

Stellen wir uns einen Patient vor, bei dem aus irgendeinem Grund eine Störung an den Augenmuskeln vorliegt. Diese muskuläre Störung bewirkt eine Einschränkung in einer oder mehreren Blickrichtungen. Angenommen das Auge schaut nicht ausreichend nach links. Demzufolge wird sich ausgleichend der Kopf fortan immer ein wenig mitbewegen. Nach links. Das heißt, der Kopfwendemuskel der Gegenseite, also der rechte, arbeitet verstärkt und wird sich nach geraumer Zeit mit einer Muskelspannungsstörung melden. Vielleicht entstehen Kopfschmerzen.

Dem noch nicht genug. Dieser Kopfwendemuskel überspannt eine der bedeutendsten Nervenaustrittsstellen am Schädel. Hier könnte es nun zur Bedrängnis des Nervs kommen, der maßgeblich an der Entspannung des Eingeweidebereiches beteiligt ist. Schon sind wir beim Darm, welcher aus scheinbar unerfindlichen Gründen mit Irritationen und funktionellen Störungen reagiert. Krampfartige Schmerzen, Blähungen und Verstopfungen belasten unseren Patienten.

Dem noch nicht genug. Der ständig hohe Druck im Bauch wirkt sich auf die Lendenwirbelsäule aus. Über einen längeren Zeitraum kann sie dem gut standhalten. Doch scheinbar aus dem Nichts, nämlich im Urlaub, wo es uns doch eigentlich gut geht, meldet sich plötzlich der Rücken mit einem heftigen Hexenschuss. Nun ist der schwere Koffer schuld oder das schlechte Bett. Das kann alles sein, doch letztendlich war es die schleichende Strukturermüdung, welche den Rücken anfällig gegenüber relativ harmlosen Außenreizen machte.

Eine ähnliche Kette könnte entstehen, wenn Kinder mit stets oder häufig gewendetem Kopf in der Schule sitzen oder die neue schicke Frisur ein Auge teils verdeckt und drunter durchschielen zur Strategie wird. Was genau die Ursache für Ihre Beschwerden ist, ist Aufgabe von uns osteopathisch arbeitenden Behandlern.

 

 

Quelle: hpO