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Wissenswertes:

Hilfe bei Schreibabys        

Wissen Sie noch, wie Ihr Leben angefangen hat? Damals in Mamas Bauch? Samenzelle und Eizelle sind verschmolzen und etwas Neues ist nach und nach entstanden: ein Embryo, ein Fötus, ein Mensch, Sie.

Wir alle haben einmal so angefangen, im Mutterleib. Kannten keine Luft zum Atmen, sondern nur die Sauerstoffzufuhr über die Nabelschnur. Um uns herum nur Wasser. Keine Nahrung, die über den Mund aufgenommen werden musste, denn auch unser Essen kam über die Nabelschnur. Die Geräusche in Mamas Bauch waren ganz anders als außen. Einen Tag-Nacht-Rhythmus gab es für uns noch nicht. Und unsere Eltern kannten wir auch nur aus der Ferne.

Mit der Geburt folgte dann der Übergang in das extrauterine Leben. Sie war kein einfacher Vorgang. Wir mussten durch den Geburtskanal und durch Mamas knöchernes Becken. Vielleicht wurden wir dabei mit Hilfsmitteln, wie Geburtszange oder Saugglocke, unterstützt. Oder wir wurden per Kaiserschnitt ans Tageslicht (oder Kreissaal-Licht) geholt. Viele mechanische Kräfte wirkten während des Geburtsvorgangs auf unseren Körper ein.

Und dann änderte sich alles schlagartig, als wir geboren wurden. Auf einmal mussten wir selbst Luft atmen und unsere Lungen nutzen. Wir mussten Nahrung über unseren Mund aufnehmen und in Magen und Darm verdauen.

Viele Menschen, Mama und Papa, Oma und Opa, unsere Geschwister, haben schon freudig auf uns gewartet. Wir sahen sie alle zum ersten Mal und mussten sie erst einmal kennenlernen. Auch sie durften uns nun kennenlernen und im Leben begrüßen. Eine große Anpassungsleistung auf vielen Ebenen wird mit der Geburt von uns und unseren Bezugspersonen gefordert.

Die erste Zeit im Leben eines Säuglings verläuft selten ganz ohne Schwierigkeiten. Eine Komplikation im ersten Lebensjahr stellen Regulationsstörungen dar: Schwierigkeiten beim Füttern, beim Finden eines Schlaf-Wach-Rhythmus oder eben vermehrtes Schreien. Ein Baby gilt als Schreibaby, wenn es an mehr als drei Stunden am Tag, mehr als drei Tage in der Woche über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen schreit. Diese Definition ist recht grob und dient nur als Richtwert. Schreibabys lassen sich darüber hinaus nicht oder nur sehr schwer beruhigen.

Die Ursachen für exzessives Schreien im Säuglingsalter sind vielfältig. Nicht alle Menschen haben zum Beispiel die gleiche Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen. Das haben Sie bestimmt auch schon einmal bei Ihren Mitmenschen beobachtet. Einige sind tiefenentspannt und andere leicht aus der Ruhe zu bringen. So ist es auch bei Säuglingen. Auch hier bestehen unterschiedliche Fähigkeiten, sich selbst zu beruhigen und in einen Zustand ruhiger Aufmerksamkeit oder in den Schlaf zu finden.

Auch Eltern haben unterschiedliche Fähigkeiten, ihr Kind zu beruhigen. Das kann viele Ursachen haben. Ein Teufelskreis kann entstehen, wenn das Baby unstillbar schreit, die elterliche Geduld und Ideen zur Beruhigung und die Kraftreserven langsam aufgebraucht sind. Wenn Sie in einer solchen Situation stecken, zögern Sie nicht, sich zeitnah Hilfe zu suchen, damit Sie am Ende nicht völlig entkräftet und überfordert sind. Zunächst sollte der Kinderarzt mit der Problematik aufgesucht werden.

Ist ein Besuch in einer osteopathischen Praxis sinnvoll?

Ja, eine Terminvereinbarung in einer osteopathischen Praxis kann sinnvoll sein.

Nachdem der osteopathische Behandler einige Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und den ersten Tagen postpartal gestellt hat, schaut er sich Ihr Baby eingehend an. Sind Auffälligkeiten an der Haut zu sehen, haben sich Asymmetrien und Vorzugshaltungen manifestiert? Auch mit seinen Händen untersucht er Ihr Baby ganz genau. Sind alle Bewegungen möglich, fühlen sich alle Organe harmonisch an, gibt es Festigkeiten und Unbeweglichkeiten im Gewebe? Wie oben beschrieben, können sich sowohl mechanische Belastungen durch den Geburtsvorgang ergeben haben, als auch Organe Schwierigkeiten bei der Anpassung an ein Leben außerhalb der Gebärmutter zeigen. Das erschwert die erste Zeit auf der Welt und kann dafür sorgen, dass Ihr Baby sich nicht ganz wohl fühlt. Durch sanftes Hineinhorchen mit den Händen kann der osteopathische Behandler Gewebespannungen lösen. Durch feines Mobilisieren der Organe kann eine Anpassung erleichtert werden. Außerdem kann durch eine osteopathische Behandlung das Nervensystem beruhigt und das allgemeine Erregungsniveau gesenkt werden.

Es ist auch sinnvoll, die Eltern oder Bezugspersonen in dieser herausfordernden Zeit osteopathisch zu behandeln. Denn vermehrtes Schreien stellt auch für Sie eine besondere Belastung dar. Die erste Zeit mit Ihrem Baby verläuft nicht so, wie Sie sich das vorgestellt haben. Schlafen ist ein Fremdwort geworden. Und der ständige Geräuschpegel ist auch nicht zu unterschätzen. Das alles belastet das Nervensystem. Und ein belastetes Nervensystem sorgt nicht dafür, dass wir geduldig und ausgeglichen auf unsere Mitmenschen, unser Baby, reagieren können. Das Gegenteil ist der Fall: Wir werden dünnhäutig und schnell reizbar.

Eine Behandlung in der osteopathischen Praxis kann eine Ruhestunde darstellen, wenn Sie Ihren Säugling gut versorgt wissen. Denn auch Sie müssen eine große Anpassungsleistung vollbringen und in die Rolle als Mutter oder Vater hineinwachsen. Auch bei Ihnen können diese Spannungen durch Mobilisation oder sanfte entspannende Techniken gelöst werden.

Quelle: hpO

Zeitungsartikel & Interviews:

Marbacher Zeitung vom 23.11.2019



Ludwigsburger Wochenblatt vom 10.10.2019



Zeitschrift proFit der BKK-VBU 2/2019



Leben und Wohnen in Pleidelsheim 2016