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Wissenswertes:

 

Wenn der Darm Beschwerden macht    

Immer mehr Menschen sind von Darmerkrankungen geplagt. Stress, falsche, einseitige oder unregelmäßige Ernährung ziehen gerade auch das Verdauungssystem in Mitleidenschaft, was in der Folge auch das Allgemeinbefinden erheblich beeinträchtigen kann. Gerade die Osteopathie bietet hier sanfte, ganzheitliche und wirkungsvolle Therapiemöglichkeiten an.

Da die Osteopathie vor allem die Struktur betrachtet, liegt ein Hauptaugenmerk bei der Untersuchung auf der Lage, der Befestigung und der Beweglichkeit des Darms. Aus der Sicht der Osteopathie hängt die Funktionsfähigkeit des Darms von einer optimalen Ver- und Entsorgung des Darms durch Blut und Lymphe sowie von einem gut funktionierenden Nervensystem ab. Dies wird durch die Strukturen des Bindegewebes im Bauchraum maßgeblich mitbestimmt. Hier lassen sich auch mögliche Störungen und Beeinträchtigungen aufspüren und unmittelbar behandeln. Auch die Art und Weise, wie sich der Darm selbst anfühlt, gibt darüber Aufschluss, in welchem Bereich er eine Störung aufweist und therapeutische Impulse benötigt.   

                       

 

Ein sehr langes Organ

Der Darm ist ein insgesamt etwa 5,5 – 7,5m langes Hohlorgan im Bauchraum und gliedert sich in mehrere Abschnitte. Eine erste Einteilung erfolgt in Dünndarm und Dickdarm.

Der Dünndarm wird wiederum in die Abschnitte Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm eingeteilt. Neben der Aufnahme von Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten, Vitaminen, Salzen und Wasser, ist der Dünndarm auch der Sitz des darmeigenen Immunsystems, da er von einer immunaktiven Schicht (Peyer Plaques) überzogen ist.

 

Wer schon mal eine Blinddarmentzündung hatte, kennt die Stelle, an der Dünndarm in den Dickdarm übergeht aus leidlicher Erfahrung, nämlich rechts unten im Bauch. Der hier Grimmdarm genannte Dickdarm, durchzieht den gesamten Bauchraum am Rippenbogen entlang auf die andere Seite des Bauches und schließlich nach hinten, wo er in den Mastdarm übergeht, der den Beckenboden durchstößt und im After endet und für die Entleerung des Darmes zuständig ist. Im Dickdarm geschehen die Aufnahme der Elektrolyte und die Eindickung des Kotes durch Wasserentzug. Die Darmflora sorgt für eine Fermentation des Darminhalts und damit für weitere Abbauprozesse.

 

Befestigt ist der Darm durch das sogenannte Gekröse (Mesenterium), welches die Ver- und Entsorgungswege für Blut und Lymphe enthält und an der hinteren Bauchwand seine Wurzel hat. Die Darmwand besteht aus drei Schichten: Einer innenliegenden Schleimhaut, einer mittleren Muskelschicht und einer äußeren Bindegewebsschicht. Zwischen diesen Schichten befindet sich das Darmnervensystem.

 

 

Lösungen bei zahlreichen Beschwerden

Die Funktion des Darms wird maßgeblich durch die Körperhaltung beeinflusst. Der Darm benötigt seinen Platz, um seine Tätigkeit optimal durchführen zu können und seine Versorgung sollte uneingeschränkt funktionieren. Deswegen betrachtet die Osteopathie nicht nur den Darm selbst, sondern auch den Raum, in dem er sich befindet, sowie seine Befestigungen sehr genau.

Auch alle benachbarten Organe, wie Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, die in enger funktioneller Beziehung zur Arbeit des Darms stehen, werden manuell untersucht und behandelt, denn sie stellen wichtige Stoffe für die Verdauungstätigkeit bereit.

Bei Krämpfen, Schmerzen, Blähungen, Durchfällen, Verstopfungen ohne erkennbare organische Ursachen kann gerade die Osteopathie durch sanfte Behandlungstechniken oft schnell Abhilfe schaffen und die Darmtätigkeit wieder in Schwung bringen. Nach durchgemachten Darminfekten, wenn die Verdauung aus dem Takt ist, hilft die Osteopathie die gestörte Verdauung wieder in Harmonie zu bringen und gleichzeitig auch das Immunsystem wieder zu aktivieren.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können zwar durch osteopathische Techniken nicht geheilt werden, doch wirken sie beruhigend auf den in Aufruhr versetzen Darm und sorgen so für eine Verbesserung des Allgemeinzustands.

Nach Operationen im Bauchraum können im Bindegewebe unerwünschte Vernarbungen oder Verwachsungen entstehen, welche die Beweglichkeit des Darms stören, sich aber mittels osteopathischer Techniken sanft lösen lassen, um die optimale Darmmobilität wiederherzustellen.

Auch bei chronischen funktionalen Darmerkrankungen, wie z. B. das Reizdarmsyndrom, die Patienten oft seit Langem plagen und meist wenig Chancen auf Linderung mit konventionellen Methoden finden, bietet die Osteopathie häufig völlig neue Einsichten, die nicht selten zu einer deutlichen Verbesserung des Leidens führen.

Eine besondere Rolle kommt dem Darm als Immunorgan zu, so dass jede Behandlung des Darms natürlich auch immunologische Aspekte hat, was besonders im Hinblick auf Autoimmunerkrankungen von Bedeutung ist, wie neuste wissenschaftliche Erkenntnisse darlegen.

Die aktuelle Forschung bringt den Darm außerdem mit vielen Erkrankungen des Gehirns in Verbindung, so dass man inzwischen schon von einer “Hirn-Darm-Achse” spricht. Das Nervensystem des Darms und das Gehirn bilden eine enge Funktionseinheit, die in einer bisher ungeahnten engen Wechselwirkung zueinanderstehen.

 

Quelle: hpO