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Applied Kinesiology

 

Was ist AK?

Im Mittelpunkt steht die Beurteilung des qualitativen Leistungszustandes der Muskulatur in Form des reaktiven Muskeltest. Durch diese Form der Muskeltestung und der Reaktionsänderung auf spezielle Provokationen können funktionelle und strukturelle Störungen identifiziert und deren Ursache(n) gezielt beseitig werden. Dabei finden folgende neurobiologische Prinzipien ihre Anwendung:

•spontane Modulierbarkeit der reaktiven Kontraktionsfähigkeit von Skelettmuskeln

•die Muskel-Organ-Beziehung

•das Reiz-Reaktions-Prinzip

Zur Therapie werden schließlich die bekannten komplementären Verfahren eingesetzt.

 

Geschichte

In den 1960er Jahre fand der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart (1918 bis 2008) durch Zufall bei einem Patienten heraus, dass sich die Stärke eines Muskels sofort verändert, wenn therapeutisch relevante Punkte am Körper eines Patienten behandelt oder auch nur berührt werden. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass sich der Tonus (Anspannungszustand) von Muskeln bei einer Vielzahl von Reizen ändern kann. Im Ergebnis fand Goodheart auf der Grundlage des biologischen Reiz-Reaktions-Prinzips heraus, dass man mithilfe des Muskeltests eine funktionell-diagnostische Aussage zum aktuellen Funktionszustand von Organsystemen treffen kann. Gleichsam konnte er auf diese Weise erfahren, wie der Körper des Patienten auf biologisch ordnende aber auch störende Reize reagiert.

„When muscles and bones fight, bones never win!“

George Goodheart

George Goodheart integrierte zunächst die lymphatischen und vaskulären Reflexe von Chapman beziehungsweise Bennett. 1969 kam die Akupunkturlehre hinzu. Im weiteren Verlauf fanden sich Zusammenhänge zwischen Muskelfunktion und Nährstoffen. In den 1970er Jahren wurden die Lehren der kraniosakralen Osteopathie und die Beckenläsionen der Spinal Occipital Technique (SOT) eingegliedert. Ab 1976 wird die Applied Kinesiology für die Diagnostik und Behandlung von Störungen der Kiefergelenke verwendet.

1974 wurde das International College of Applied Kinesiology (ICAK) als interdisziplinäre Organisation gegründet. Das ICAK treibt mit seinen weltweit tätigen Mitgliedern seitdem die Forschung und Integration der Applied Kinesiology voran.

 

Insbesondere im deutschsprachigen Raum wurde in den letzten Jahren eine Vielzahl von Innovationen in die AK integriert, so zum Beispiel das stomatognathe System, Störfelder und Herde und das große Feld der Unverträglichkeiten und immunologischen Störungen.In das traditionelle Logo der Applied Kinesiology wurde neben den ursprünglichen Integrationen das Dreieck der Gesundheit von Palmer (1910) eingefügt. Unter heutigen Gesichtpunkten könnte man eine Erweiterung um die informatorische Seite auf ein Viereck der Gesundheit durchführen.

 

Prinzip des Muskeltests

Im Mittelpunkt der Applied Kinesiology steht der reaktive Muskeltest. Er dient der qualitativen Leistungsbestimmung. Die Muskelfunktion ist variabel und grundsätzlich an die Funktionszustände des Organismus gekoppelt. Damit kann der reaktive Muskeltest Aussagen über Funktionsstörungen im Organismus treffen.

Ziel des reaktiven Muskeltests ist die Bestimmung der Anpassungsfähigkeit des jeweiligen Testmuskels an einen Krafteintrag von außen. Damit wird das gamma-motorische System geprüft, das wiederum vielfältigen Modulationen unterliegt.

Die Diagnostik und Behandlung mit Applied Kinesiology beruht auf klaren anatomischen und neurologischen sowie biochemischen Grundlagen und verlangt die umfassende Anwendung der physiologischen und pathophysiologischen Kenntnisse.

Mit dem reaktiven Muskeltest ist eine Navigation durch die kausale Diagnostik von Funktionsstörungen möglich. Zusätzlich können adäquate Therapieschritte bestimmt und im Behandlungsverlauf kontrolliert werden.

 

Werkzeuge der AK

Therapielokalisation (TL)

Die TL ist das Berühren einer potentiell gestörten Körperregion vorzugsweise mit den Fingerbeeren der Hand des Patienten. Kommt es dabei zu einer Reaktionsänderung des getesteten Muskels, spricht das für eine Abweichung vom Normalen im berührten Bereich. Erklärungsmodelle liefern die umfassenden Arbeiten von Prof. Popp und Prof. Kunnen.

Die TL klärt die Frage nach dem WO befindet sich eine gestörte Region. Die weitere Differentialdiagnostik erfolgt mit Hilfe der Challenge.

 

Challenge

Die Challenge entspricht einer Provokation und dient der Differentialdiagnostik. Sie klärt, WAS gestört ist und WELCHES therapeutische Mittel die Störung beseitig. Dabei führt ein entsprechender Reiz zu einer Reaktionsänderung des getesteten Muskels.Die Challenge kann folgende Reizqualitäten haben:

•mechanisch

•chemisch

•emotional

•informatorisch

 

Therapiezugänge zur Applied Kinesiology

Applied Kinesiology dient in erster Linie der Diagnostik. Erst das Aufdecken der Ursachen einer Funktionsstörung bzw. Erkrankung führt zu einer kausalen und nachhaltigen Behandlung. In das Behandlungsregime werden schließlich alle in Frage kommenden Verfahren integriert.

 

Brückenschlag zur Schulmedizin

Die Mehrzahl der Gesundheitsstörungen ist aus unserer Sicht funktioneller Natur. Wir legen jedoch großen Wert darauf, durch Applied Kinesiology erhobene Befunde mit objektiven Befunden der Schulmedizin (Bildgebung, Labor und andere) abzugleichen. 

 

Ausgewählte Anwendungsgebiete (Beispiele):

Allgemeinmedizin

•Fehlbesiedlungen und Milieustörungen des Darmes

•Nahrungsmittelunverträglichkeiten

•umweltmedizinische Fragestellungen (u.a. Schwermetalle, Toxine)

•hormonelle Funktionsstörungen

•Hauterkrankungen

•Nährstoff- Mangel bzw. –Dysbalancen

 

Orthopädie und Neurologie

•Dysfunktionen der Wirbelsäule inkl. radikulärer Syndrome

•periphere Engpasssyndrome

•Gelenk- und Muskelprobleme

•Tendopathien

•Sportmedizin, zum Beispiel sog. Überlastungsbeschwerden, Verletzungsanfälligkeit, trainingsmethodische Fehler

•Kopfschmerzen

•rheumatische Erkrankungen, zum Beispiel Rheumatoide Arthritis, Spondylarthropathien, Fibromyalgie

•neurologische Erkrankungen, zum Beispiel restless legs (RLS), M. Parkinson, MS

 

Zahnmedizin, Kieferorthopädie

•optimale Anpassung kieferorthopädischer Apparaturen (Bionator, Aufbissschienen und andere)

•Herd- und Störfelddiagnostik

•Differentialdiagnostik und -behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen (CMD)

•Schwermetallsanierung und -ausleitung

 

Psychosomatik

•Aufdeckung und Therapie alter Verletzungsmuster

•Traumatherapie

•emotionale und mentale Störungen

•Konfliktlösungen

•Störungen auf Glaubenssatzebene

 

 

Bestimmte Therapieverfahren

•Bestimmung der exakten Behandlungsrichtung in manuellen Verfahren wie zum Beispiel der Chirotherapie und Osteopathie

•Ermittlung relevanter Akupunkturpunkte im Behandlungskonzept der TCM

•konkrete Ermittlung der Gabe von therapeutischen Substanzen (Orthomolekulare Substanzen, Allopathika u.a.)

•Vermeidung von Nebenwirkungen bei Substanzgaben

•exakte Auswahl von homöopathischen Mittel inkl. Potenz

 

Quelle: Erfolg durch AK