Privatpraxis für Physiotherapie, Osteopathie und Naturheilverfahren Thomas Zienteck - Manuelle Lympdrainage

Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine Sonderform und sehr spezielle Technik der Massage und gehört somit zur Untergruppe der Physikalischen Therapie. Die Grifftechnik zeichnet sich durch eine Großflächigkeit aus, bei der das Gewebe nie über seine Elastizität hinaus verformt wird. Dabei werden Handgriffe angewendet, die zum einen zur Anregung der Lymphgefäßtätigkeit (weiche, dehnende Griffe) dienen, zum anderen im eigentlichen Lymphödemgebiet eine Lockerung bzw. Verschiebung und Verdrängung der Ödemflüssigkeit (leichte bis sehr feste Griffe) bewirken sollen. Vor allem beim sekundären Lymphödem kommt es darauf an, die Flüssigkeit des Ödems (Schwellung) in Gebiete des Körpers zu verschieben, wo gesunde und damit leistungsfähige Lymphgefäße erhalten sind. Wundern Sie sich also nicht, wenn auch im gesunden Gebiet gearbeitet wird. Das Schema der Behandlung lautet: vom gesunden ins erkrankte Gebiet hineinarbeiten.

Die wesentlichen Wirkungen der manuellen Lymphdrainage sind:

  • Verbesserte Aufnahme von Gewebsflüssigkeit in Lymphgefäße (Drainage), das heißt also eine Steigerung der Lymphbildung.
  • Anstieg der Lymphangiomotorik (Lymphgefäßbewegung). Diese bleibt auch für einen gewissen Zeitraum nach der Behandlung erhöht, eine sogenannte Automatie der Lymphgefäße.
  • Verschiebung von Lymphe und Gewebsflüssigkeit.
  • Lockerung von proliferiertem (wucherndem) Bindegewebe

Zur komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE) gehören neben der manuellen Lymphdrainage noch die

  • Kompressionstherapie
  • Hautpflege
  • Bewegungstherapie
  • Medikamentöse Behandlung

 

Quelle: VPT