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Wissenswertes:

 

Osteopathie nach Operationen mit Vollnarkose          

 

Schneller als es einem oft lieb ist, landet man in einer Operation. Als Notfall oder auch geplant, für die Anästhesie macht dies keinen Unterschied. Sicher jedoch ist, dass eine Vollnarkose vom menschlichen Körpersystem als immenser Stress empfunden wird. Welchen Anteil die Osteopathie dabei leisten kann, darum soll es in diesem Beitrag gehen. Mit einer breiten Palette an Narkosemitteln möchte man den Betroffenen die Sache so angenehm wie nur möglich machen. Den Schmerz ausschalten, die Muskeln entspannen und die Schutzreflexe unterdrücken. In dieser Hinsicht ist die Medizin hochentwickelt. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland mit über 10 Millionen Operationen pro Jahr in Sachen narkosebedingte schwere Zwischenfälle ziemlich gut ab. In nur 7,3 Fällen pro 1 Million Operierten kommt es zu ernsthaften Komplikationen. Dies ergab eine groß angelegte Studie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) aus dem Jahre 2014.

Doch eine Sache lässt sich selbst mit den besten Medikamenten nicht ausschalten. Das Unterbewusstsein. Das ist immer präsent, filtert und sendet die den Körper umgebenden Reize zum Gehirn. Auch wenn wir, wie in einer Operation, tief schlafen. Narkoseärzte nennen hier vor allem die hohe Schmerzkomponente und den entzündlichen Stress. Obgleich also die meisten Menschen Vollnarkosen sehr gut überstehen und Operationen manchmal lebensnotwendig sind, klagen dennoch viele unserer osteopathischen Patienten im Nachgang über verschiedenste Symptome, welche sich unmittelbar, teilweise erst Monate nach der Operation einstellen.

 

Welche Symptome werden uns zugetragen?

Die Liste ist breit gefächert und vor allem sehr lang. Am häufigsten wird uns von einer gewissen Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit berichtet. Die Leute kommen nach den Operationen nicht mehr so gut in ihre Form, wie sie es von vor dem Eingriff kennen. Weiterhin berichten sie uns von Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Herz-Rhythmusstörungen, Tics wie zum Beispiel unkontrollierbares Augenzucken, Konzentrationsstörungen und Beeinträchtigungen des Erinnerungsvermögens. Weiterhin tauchen Verspannungen bis hin zu Schmerzen, psychische Phänomene, wie verstärkte Ängste, Weinerlichkeit, Nervosität oder auch aggressives Verhalten auf. Manchmal tauchen plötzlich Lernstörungen bei Kindern auf und manche berichten auch über Haarausfall oder verstärkte Hautprobleme. Vor allem Frauen nach Unterleibsoperationen äußern das Gefühl einer tiefen, jedoch rational kaum greifbaren Verletzung ihres weiblichen Zentrums, mit womöglich daraus resultierenden Störungen der Sexualität.

 

Wie können wir osteopathisch darauf Einfluss nehmen?

Neben dem Lösen struktureller Blockaden, nimmt die Normalisierung des Kraniosakralen Rhythmus in der postoperativen Behandlung einen großen Stellenwert ein. Denn genau dieser Rhythmus ist es, welcher häufig nicht mehr in seiner gewohnten Dynamik fließt und damit den Körper in einem Ungleichgewicht hält.

 

Was genau ist der Kraniosakrale Rhythmus?

Das Wort Kranio stammt von Cranium ab und bedeutet Schädel. Das Wort sakral stammt von Sakrum und bedeutet Kreuzbein. In Verbindung mit den das Gehirn und auch das Rückenmark umgebenden Hirnhäuten, bezeichnet man dieses System als Kraniosakrales System. Dieses erstreckt sich vom Schädel bis zum Becken. Wie für jede Struktur im Körper suchen wir auch in diesem System nach guter Beweglichkeit oder besser ausgedrückt, nach einer fließenden Bewegung, dem eigenen Puls, welcher naturgegeben unabhängig vom Herzschlag, in jedem Menschen existiert. Dieser Kraniosakrale Rhythmus ist beim Auflegen der Hände, an jeder Körperstelle tastbar. Ein gesunder Körper schwingt gleichmäßig, dynamisch, weit, offen, pulsierend.

Nach sehr belastenden Situationen wie eben einer Vollnarkose, zieht sich dieses System, sich selbst schützend, zusammen. Möchte man Bilder sprechen lassen, trifft es der eingerollte Igel ziemlich gut. Ein Ausdruck von Stagnation, Festigkeit, Starre wird deutlich, häufig begleitet von den oben genannten oder auch anderen Symptomen. Warum dies bei dem einen und beim nächsten vielleicht nicht geschieht, ist noch nicht hinreichend geklärt. Vermutet werden auf alle Fälle die Umstände, welche uns Menschen umgeben. Begonnen bei Diagnosestellung, über den Ablauf des Eingriffs, die Betreuung während der Krankenhausphase, das eigene soziale Umfeld und auch die eigene Resilienz. Also die Widerstandsfähigkeit, welche sich trainieren lässt.

 

Quelle: hpO