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Wissenswertes:

 

Osteopathie während der Schwangerschaft  

 

Im Verlauf einer Schwangerschaft muss sich der weibliche Körper vielen Veränderungen anpassen. Das gelingt nicht immer ganz problemlos. Typische Beschwerden können – vor allem zum Ende der Schwangerschaft – Schmerzen im mittleren oder unteren Rücken oder dem Beckengürtel sein, Schwierigkeiten beim Atmen oder Wassereinlagerungen. Alles Gründe, weshalb schwangere Frauen häufig eine osteopathische Praxis besuchen.

 

Doch beginnen wir am Anfang einer Schwangerschaft: Denn körperliche Veränderungen lassen sich schnell feststellen. So verändert sich früh der Hormonhaushalt einer schwangeren Frau, wobei vor allem das Hormon Relaxin an Einfluss gewinnt. Es sorgt dafür, dass das Bindegewebe aufweicht. Die Bänder, welche die wachsende Gebärmutter fixieren, werden lockerer. Auch jene Bänder, die Becken und Wirbelsäule stabilisieren, beginnen aufzulockern, damit das Kind genug Platz hat, zu wachsen und sich zu entwickeln.

Eine zweite wichtige Veränderung ist die Weitung der Blutgefäße. Das Blutvolumen, das im Körper zirkuliert, vergrößert sich in der Schwangerschaft, während der Blutdruck meistens leicht sinkt. Den meisten Frauen kommt ihre Schwangerschaft anfangs etwas unwirklich vor, da sie von diesen Veränderungen und dem heranwachsenden Embryo noch wenig spüren. Müdigkeit und Schwangerschaftsübelkeit sind Symptome, die in dieser frühen Phase im Vordergrund stehen können.

In der Mitte der Schwangerschaft gibt es meist wenig funktionelle Probleme. Müdigkeit und Übelkeit lassen in dieser Phase häufig nach. Das Kind wächst und macht sich nun mit Bewegungen in der Gebärmutter bemerkbar.

Zum Ende des 6. Monats bis zur Geburt können dann wieder vermehrt Schwierigkeiten auftreten. Das Kind wird größer und schwerer. Die Statik der werdenden Mutter verändert sich. Die werdende Mutter trägt nun einen immer größer werdenden Bauch vor sich her. Die Rückenmuskulatur muss ganz schön arbeiten, um das zu halten.

Je näher es auf die Geburt zugeht, desto weicher wird das mütterliche Gewebe und die stabilisierenden Bänder lockern weiter auf. Häufig verursacht das am Ende einer Schwangerschaft Rückschmerzen oder Schmerzen im Beckengürtel, vor allem bei Frauen, die auch vor der Schwangerschaft schon oft mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatten. Auch eine Lockerung der Symphyse (Schambeinfuge) kann durch die Auflockerung des Gewebes begünstigt werden und Schmerzen verursachen.

Schließlich wird auch das Herz-Kreislaufsystem zum Ende der Schwangerschaft immer mehr gefordert. Denn der mütterliche Körper ernährt fortlaufend zwei Menschen: sich selbst und den immer größer werdenden Fötus. Eine kleine funktionelle Störung im Herz-Kreislaufsystem, vor allem ein verminderter venöser Rückfluss, kann Rückenschmerzen zusätzlich begünstigen.

 

Wie kann Osteopathie helfen?

Wie immer versuchen osteopathisch arbeitende Heilpraktiker und Ärzte auch während einer Schwangerschaft den Organismus möglichst umfassend zu betrachten. Durch die Osteopathie haben wir die Möglichkeit, nicht nur Skelettsystem, Knochen, Muskeln, Bänder und Gelenke zu behandeln, sondern alle Systeme, die während einer Schwangerschaft eine Veränderung erfahren. So kann, wie bereits erwähnt, zum Ende einer Schwangerschaft nicht nur die Behandlung des Rückens, sondern auch eine unterstützende Behandlung des Herz-Kreislaufsystems wichtig sein, damit der Organismus als Ganzes gut funktioniert. Hierzu schaut ein osteopathischer Behandler sich alle möglichen Engpässe im Herz-Kreislaufsystem an. Hat das Herz im Brustkorb genug Platz, um kräftig zu schlagen oder wird es durch ein sehr hoch stehendes Zwerchfell leicht eingeengt? Drückt das Kind leicht auf ein wichtiges Blutgefäß? Sind die Nieren, die eine wichtige Rolle für die Blutdruckregulation spielen, frei beweglich oder müssen sie mobilisiert werden? Eine Behandlung des Herz-Kreislaufsystems mindert meist auch die unangenehmen Wassereinlagerungen.

Mit der Behandlung der Leber kann Ihr osteopathischer Behandler versuchen, die hormonelle Umstellung zu Beginn der Schwangerschaft etwas zu erleichtern, die auch für die Schwangerschaftsübelkeit mitverantwortlich sein kann. Die Leber liegt unter dem rechten Rippenbogen und erfüllt wichtige Aufgaben in unserem Hormonstoffwechsel. Um sie zu unterstützen, legt Ihr osteopathischer Arzt oder Heilpraktiker seine Hände auf den rechten Rippenbogen und folgt sanft den Gewebespannungen in diesem Bereich, bis sie sich gelöst haben. Auch eine etwas stärkere Drainage der Leber kann sinnvoll sein und die Beschwerden bessern.

Und natürlich haben wir auch die Möglichkeit, Rückenschmerzen oder Schmerzen durch eine Symphysenlockerung mechanisch zu behandeln. Es ist wichtig, dass Beckengürtel und Lendenwirbelsäule gut beweglich sind und keine unharmonische Spannungen Beschwerden verursachen. Oft können Unbeweglichkeiten, die Schmerzen auslösen, gerade in der Schwangerschaft gut behandelt werden, weil das Gewebe sehr weich ist. Gerade in Hinblick auf die Geburt kann es hilfreich sein, Gewebespannungen zu harmonisieren und das Gewebe so bestmöglich auf die Entbindung vorzubereiten.

 

 

Quelle: hpO